GOETHEANUM STUDIUM
 
 
Die Kunst ist ewig, ihre Formen wandeln sich.
— Rudolf Steiner
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Werkstätten für Kunst am Goetheanum 

 Skulptur, Malerei, Architektur und Landschaft

Die Werkstätten für Kunst, die im Frühjahr 2019 in Form von offenen Werkstattangeboten auf dem Goetheanumgelände fortgesetzt werden, bieten ein Forum für die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Werk Rudolf Steiners. Während zwei Wochen wird jeweils ein Künstler/-in eine Werkstattarbeit im Bereich Architektur, Plastik oder Malerei anbieten. Kunstschaffende, Interessierte aus allen Lebensbereichen sowie Studierende sind zu tätigem Austausch eingeladen; die Werkstätten bieten Raum für individuelles Studium und Forschung.

Können wir das künstlerische Werk Rudolf Steiners, das in der prekären zeitgeschichtlichen Lage zu Beginn des 20.Jahrhunderts entstand, heute „neu“ lesen und wie kann sich die praktische Auseinandersetzung in ein Verhältnis setzen zu der komplexen Wirklichkeit, in der wir leben? Die Werkstätten wollen beitragen zu den heute anstehenden Gestaltungsfragen sowohl in Bezug auf den Raum des eigenen Inneren als auch auf die drängenden Fragen in dem gesellschaftlichen Raum. R. Steiners künstlerisches Werk ermöglicht ein Zurückgreifen auf die Grundfragen des Menschen, um dann im weitesten Sinne gestalterisch damit umzugehen. Dies sind Fragen der Wahrnehmung, der Selbstschulung, die heute so stark benötigte Fähigkeit zu prozessualem Denken, die Überwindung der „Brüche“ zwischen Innen und Außen.

Die Werkstätten leben vom dialogischen, kollegialen Arbeiten; nur in der Anerkennung dessen, was jeder Einzelne mitbringt an Erfahrung, an Wissen, an Praxis kann ein für beide Seiten fruchtbarer und zeitgemäßer Austausch entstehen.Die Werkstätten arbeiten eng mit der Kunstsammlung und Dokumentation am Goetheanum zusammen.

Werkstatt Skulptur: 11.02.- 22.02.2019 
Anmeldeschluss ist 7. 1 2019

Werkstatt Malerei: 25.02.- 08.03.2019

Werkstatt Architektur und Landschaft: 18.03. - 29.03. 2019

 
 

Werkstatt Skulptur

 R. Steiner, Modell Säulenkapitelle mit Architrav

R. Steiner, Modell Säulenkapitelle mit Architrav

11.02.- 22.02.2019 
Nicht die singuläre Einzelform steht im Mittelpunkt von R.Steiners plastischem Werk vielmehr bilden seine Modelle und die Formen des ersten und zweiten Goetheanum-Baus ein Formen-Kontinuum. Dadurch wird der Einstieg in ein prozessuales Denken und Arbeiten möglich, ein Zugang zum imaginativen Raum öffnet sich und bildet die Grundlage zu experimentellem Erkunden.

Plastisches Arbeiten mit Ton, Zeichnen, der Einsatz unterschiedlicher Materialien und Methoden bestimmen im Wechsel mit Dialog und Betrachtung die künstlerisch forschende Auseinandersetzung.

Leitung: Claudia Schlürmann

 Studentenarbeit, Rauminstallation mit Ästen

Studentenarbeit, Rauminstallation mit Ästen

 
 
 
 

Werkstatt MalereiE

Tor Alexander Janicki, Studie nach einer Skizze von Rudolf Steiner, Malerverksted 2015

25.02.- 08.03.2019
Die Malwerkstatt möchte sich eine Woche lang intensiv mit dem Bild „Ostern“ von Rudolf Steiner beschäftigen. Wir werden das Original gründlich betrachten und dann einen Weg der Verarbeitung gehen. Erinnerungsbild, möglichst genaues Bild, blindes Malen bis zur eigenständigen Interpretation. Das Ganze wird begleitet durch gemeinsames Betrachten des Entstandenen und Gespräche. 
Dieser Prozess wird die erste Woche mit Dorothea Templeton stattfinden, die zweite Woche kann selbstständig gearbeitet werden.

Leitung: Dorothea Templeton

 
 

Werkstatt Architektur und Landschaft

Rudolf Steiner hat in die Landschaft in und um Dornach das zweite Goetheanum und die kleineren Gebäude ( Nebenbauten) für ganz verschiedene Funktionengebaut. Zusammen bilden sie eine Gebäude-Komposition, die sich mit vielfältigen Bezügen in den großen Landschaftsraum hineinstellt. Die Erforschung dieser "Gebäudeskulpturen in der Landschaft", die Beziehungen, das Gespräch zwischen Peripherie/Landschaft und Zentrum/Gebäude ist Thema dieser Werkstattarbeit.

Wir können die Gebäude in der Landschaft erwandern, beobachten, entdecken und durch Zeichnen und Plastizieren innerlich bewegen und versuchen zu verwandeln.

- Wie erweitert schließlich der Blick zurück in das Innere des Gebäudes die Wahrnehmung? Können sich neue Aspekte zeigen in dem Licht des großen Zusammenhanges? 

Leitung: Rudolf Kaesbach

 

Werkstatt-LEIter

Dr. Claudia Schlürmann
Studium der Sozialpädagogik und der Bildhauerei. Langjährige Tätigkeit als Kunsterzieherin (Überlingen) und Dozentin (Emerson College Bildhauerausbildung). Praxisbezogene Doktorarbeit zum Zusammenhang von Materialien und sozialen Prozessen. Seminarangebote, Projekte und Ausstellungen.  www.atelier-cds.de 

Dorothea Templeton 
freischaffende Malerin, Unterrichtstätigkeit in der Oberstufe, Kurse und Seminare an verschiedenen Einrichtungen. 
Zahlreiche  Veröffentlichungen, Ausstellungen in Deutschland, Holland und der Schweiz runden das malerische Tätigkeitsfeld ab.

Rudolf Kaesbach
Studium der Architektur in Zürich und Bildhauerei in Dornach. 

1977-1980 Werklehrer in Marburg. 1980-81 Arbeit mit John Wilkes, England. 1981-2018 Leiter der Bildhauer und Werklehrer Ausbildung am Emerson College.

Forschungen zu den Steinsetzungen in Penmaenmaur/Wales und ihre Beziehung zu Rudolf Steiner's Bauten in Dornach.

Weltweite Kurstätigkeit in Bildhauerei, pädagogisches Plastizieren und Land-Art, besonders im Fernen Osten und Südamerika.

 

Edda Nehmiz

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ist Ihre Ansprechpartnerin

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