Undogmatischer Zugang

In der hierarchiefreien Gruppe wurde der Mensch in seiner Vielfältigkeit zu erfassen versucht. Die Verantwortung jedes Einzelnen in einem funktionierenden sozialen Miteinander zu umreissen, war für mich einer der Kerngedanken. Die Dozenten, die mehr als Impulsgeber agierten, denn als Wortführer, schafften ein wertschätzendes sowie offenes Klima, dass viel Raum für Fragen liess, beziehungsweise die Frage als Beginn und/oder Ende eines Erkenntnisweges stellte.

Ich habe Anthroposophie als ein dynamisches, atmendes sowie offenes Konstrukt kennengelernt. Sehr glücklich, bin ich darüber, dass ich die Möglichkeit hatte einen undogmatischen Zugang zu den Ansichten Rudolf Steiners und seiner geistigen Begleiter bekommen zu dürfen.

Durch zahlreiche Führungen mit Anekdoten über Rudolf Steiner, die anthroposophischen Gesellschaft sowie das Goetheanum bekam ich das Gefühl zumindest temporär ein Teil davon zu sein.

Geblieben ist mir, dass ich mir meiner Rolle in der Gesellschaft bewusster bin und mich noch mehr als gestaltendes aktives Wesen verstehe. In dem Kurs „Grundlagen der Anthroposophie“ habe ich geschätzt, dass sich durch ihn ein Raum in meinem Leben geöffnet hat, den ich seitdem wertschätzend zu achten begonnen habe. Dieser Raum, in dem philosophieren erwünscht ist, der keine Denk-Tabus kennt, eröffnet eine Welt die ein ausgewogenes Miteinander anstrebt.

Ich bin froh den Kurs gemacht zu haben, da ich nach den 6 Wochenenden, das Gefühl habe als Mensch gewachsen zu sein. Im wahrsten Sinne des Wortes bin ich-mir-selbst-bewusster geworden.